Krafttraining wird technischer: Immer mehr Athletinnen und Athleten setzen auf komplexe Mehrgelenksübungen, um langfristig leistungsfähiger zu werden. Statt isoliertem Muskelaufbau rücken saubere Bewegungsabläufe, Standstabilität und eine kontrollierte Weiterleitung von Belastungen stärker in den Fokus. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Rolle des Fußes als Trainingsfaktor an Bedeutung. Vivobarefoot-Gründer Galahad Clark beobachtet, dass Athletinnen und Athleten ihre Füße in letzter Zeit bewusster als aktives Fundament ihrer Bewegungen einbeziehen.
Seit Jahren feilt die Kraftsportszene an jedem Detail: vom perfekten Trainingssplit bis zur optimalen Muskelaktivierung. Viele Übungen starten genau an einer Stelle, die viele Sportlerinnen und Sportler noch immer ignorieren: bei ihren Füßen.
Unsere Füße beeinflussen maßgeblich, wie stabil ein Körper unter Last steht und wie effizient Belastungen weitergeleitet werden. Studien zeigen, dass regelmäßiges Tragen von Barfußschuhen die Leistungsfähigkeit der Fußmuskulatur deutlich steigern kann. „Viele Menschen arbeiten akribisch an ihren großen Muskelgruppen, aber die entscheidende Basis bleibt oft untrainiert“, sagt Galahad Clark, Gründer und CEO des Barfußschuhherstellers Vivobarefoot.
Unterstützung erhält er von Bewegungsexperte und Barfußcoach Ben LeVesconte, der in der Praxis beobachtet, wie stark eine aktive Standarbeit die Qualität eines Lifts beeinflussen kann. Beide sehen denselben Trend: Wer Bewegungen stabil und präzise ausführen möchte, muss am Ausgangspunkt ansetzen. Barfußschuh-Modelle wie der Motus Strength II gewinnen daher vor allem im funktionellen Training an Bedeutung.
Was im Krafttraining oft übersehen wird
Trotz des wachsenden Fokus auf Technik und Stabilität bleibt der Bereich, der jede Aktion einleitet, in vielen Trainingsplänen noch immer unbeachtet. Dabei entscheidet genau diese Ausgangsposition darüber, wie sicher Belastungen aufgenommen werden und wie kontrolliert Übungen unter Last ablaufen. Fehlt hier Kontrolle, müssen Knie, Hüfte und Rumpf ausgleichen. Die Technik leidet und die Bewegungen werden ineffizienter. „Viele Menschen arbeiten sehr präzise an ihren sichtbaren Muskelgruppen, ohne die Grundlage ausreichend einzubeziehen“, erklärt Clark.
Barfußcoach LeVesconte weiß aus der Trainingspraxis, dass sich Technik und Stabilität vor allem dann verbessern, wenn Athletinnen und Athleten ihre Ausgangsposition bewusster aufbauen und den Bodenkontakt aktiv nutzen. Er bestätigt: „Barfußschuhe unterstützen diesen Ansatz, weil sie Rückmeldung vom Untergrund zulassen und dem Körper ermöglichen, selbstständig auf Belastung zu reagieren.“
Bei welchen Übungen Bodenfeedback besonders relevant ist
Für LeVesconte zeigt sich der Unterschied vor allem darin, wie Bewegungen angepasst werden. „Wenn mehr Rückmeldung vom Boden ankommt, können Athletinnen und Athleten Belastungen früher wahrnehmen und ihre Position entsprechend anpassen“, erklärt er. Statt Korrekturen erst im Knie oder in der Hüfte vorzunehmen, wird die Bewegung bereits am Kontaktpunkt zum Boden stabilisiert. Besonders deutlich werde dieser Effekt bei Kniebeugen, olympischen Hebetechniken und schnellen Richtungswechseln, bei denen kleine Veränderungen in Druckverteilung und Standposition große Auswirkungen auf die Ausführung haben. Während Einsteiger schneller ein Gefühl für sichere Ausgangspositionen entwickeln, können Fortgeschrittene Feinjustierungen, etwa bei Tiefe, Tempo oder Fußstellung, gezielter und konstanter umsetzen.
Was gutes Trainingsschuhwerk leisten muss
Je stärker Athletinnen und Athleten ihre Standposition und den Bodenkontakt in den Blick nehmen, desto größer wird das Interesse an Schuhwerk, das diese Arbeit nicht ersetzt, sondern zulässt. Der Motus Strength II von Vivobarefoot wurde für funktionelles Training, Kraftübungen und CrossFit-Workouts entwickelt und folgt genau diesem Ansatz. Da Schuhwerk zunehmend beeinflusst, wie Kräfte vom Boden aus aufgebaut und stabilisiert werden, rückt auch seine biomechanische Wirkung stärker in den Fokus.
Der Sportwissenschaftler und Performance-Experte Florian Zitzelsberger beschreibt den Motus Strength II als Trainingswerkzeug, das sensorisches Feedback mit struktureller Stabilität verbindet: „Der Schuh kombiniert sensorisches Barfuß-Feedback mit einer hochstabilen Trainingsplattform, unterstützt physiologische Gelenkmechaniken und schafft optimale Voraussetzungen für eine effiziente Kraftentwicklung sowie neuromuskuläre Gelenkstabilität – ein funktionelles Trainingswerkzeug für Athletinnen und Athleten, die Kraft aufbauen und zugleich ihre strukturelle Gesundheit langfristig erhalten wollen.“
Clark ergänzt: „Die Konstruktion ermöglicht direkten Bodenkontakt, während das flache Design und der breite Vorfußbereich eine stabile Ausgangsposition unterstützen.“ Eine Schutzschicht sorgt für Sicherheit bei dynamischen Bewegungen, während die Außensohle Halt bei Lifts, Sprints und Richtungswechseln bietet. Aus trainingspraktischer Sicht ergänzt Ben LeVesConte: „Viele konventionelle Modelle schränken die natürliche Stabilisationsarbeit des Körpers ein. Mit dem Motus Strength II bleibt dieses Feedback erhalten.“
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