Österreich ist mit dem 3:1 gegen Jordanien am 17. Juni in Santa Clara nach 28 Jahren in eine WM-Gruppenphase zurückgekehrt. Romano Schmid hatte in der 21. Minute getroffen, nach dem Ausgleich durch Ali Olwan sorgten ein Eigentor und ein von Marko Arnautović tief in der Nachspielzeit verwandelter Handelfmeter für den Sieg. Es war ein mühsamer Auftritt. Dennoch steht das Team von Ralf Rangnick in Gruppe J punktgleich mit Argentinien, das am selben Tag Algerien 3:0 schlug und wegen der besseren Tordifferenz vorne liegt. Es sind noch zwei Gruppenspiele zu spielen, und beide sind für den Aufstieg wichtig.
Das neue Format und die acht besten Gruppendritten
Das Turnier in Kanada, Mexiko und den USA läuft erstmals mit 48 Mannschaften in zwölf Vierergruppen. Weiter kommen die beiden Ersten jeder Gruppe und die acht besten Gruppendritten, zusammen 32 Teams. Für Österreich öffnet sich damit eine doppelte Tür. Reicht es nicht unter die ersten beiden, bleibt der Umweg über die Drittplatzierten, deren Rangliste sich allerdings erst nach dem letzten Vorrundenspieltag aller zwölf Gruppen füllt. Wer darauf baut, plant mit einer Unbekannten.
Argentinien gilt als Favorit in der Gruppe. Der zweite Platz ist damit Österreichs realistischstes Ziel, wobei Algerien der direkte Konkurrent wäre. Eine Regeländerung macht dabei das Zünglein an der Waage aus: Sind zwei Teams gleichauf, zählt zuerst der direkte Vergleich und nicht mehr die Tordifferenz. Da Algerien gegen Argentinien bereits 0:3 verloren hat und im Torverhältnis hinten liegt, kann dieser Punkt am Ende die Entscheidung über Aufstieg oder Nicht-Aufstieg sein. Am zweiten Spieltag trifft Algerien zudem auf Jordanien. Verliert eines der Teams diese Partie, so rückt das Erreichen der nächsten Runde bei zwei weiteren Spielen wohl frühzeitig außer Reichweite, was das Rennen um Platz zwei früh lichtet.
Zwei Euro Einsatzlimit und die geplante Öffnung 2029
Ein solches Turnier weckt über Spiele und Anstoßzeiten hinweg an Quoten und Tippspielen. Wer dabei durch die casino.at Auswahl an Online-Casinos geht, befindet sich in einem Markt, der in Österreich bis dato streng reguliert ist. Eine nationale Lizenz für das Online-Glücksspiel gibt es für lediglich ein einziges Unternehmen, die Österreichischen Lotterien. Zudem sind etliche international ausgerichtete Anbieter über Lizenzen anderer EU-Staaten erreichbar, was den Rechtsstatus dieser Anbieter in Österreich ungewiss macht.
Daran könnte sich 2029 ändern. Nach einem Gesetzentwurf, über den die Tageszeitung Krone und der Standard 2024 berichteten, sollen ab 2029 mehrfach anstatt wie bisher nur einmal lizenziert werden. Für EU-Lizenzen soll die Zahl der Online-Glücksspielanbieter, die in Österreich werben und Produkte anbieten können, sich dabei nicht so leicht und ohne weitere Auflagen wie jetzt verdoppeln können. Geplant sind ein Einsatzlimit von zwei Euro pro Spiel, wo bisher je nach Bereich fünf oder zehn Euro möglich waren, dazu altersabhängige Verlustlimits, ein zentrales Sperrregister, und damit aus Sicht der amtlichen Stellen für die eine oder andere Einschränkung beim Betreiben eines Glücksspielangebots oder dem Nutz von diesem illegal oder nicht lizenziert zu spielen.
Argentinien am 22. Juni in Dallas
Das zweite Gruppenspiel führt Österreich am 22. Juni nach Dallas, Anstoß um 19:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Gegner ist Weltmeister Argentinien um Lionel Messi, der beim 3:0 gegen Algerien dreimal traf. In der FIFA-Weltrangliste vom Juni 2026 steht Österreich auf Platz 24, deutlich hinter dem Titelverteidiger. Für das ÖFB-Team ist die Partie der Härtetest der Gruppe und zugleich der Abend, an dem die Wiener Public-Viewing-Plätze am vollsten sein dürften.
Ein Remis würde die Ausgangslage verbessern, ein Sieg den Aufstieg fast sichern und sogar den Gruppensieg in Reichweite rücken. Favorit bleibt Argentinien, schon wegen der Kaderbreite und der Erfahrung aus dem Titel von 2022. Kapitän David Alaba bildet das Rückgrat einer Mannschaft, die in der Qualifikation ihre Gruppe gewonnen hatte und beim 3:1 zum Auftakt lange am tapfer verteidigenden Außenseiter scheiterte.
Das Algerien-Spiel am 28. Juni und der direkte Vergleich
Das letzte Gruppenspiel gegen Algerien folgt am 28. Juni in Kansas City, aus österreichischer Sicht mitten in der Nacht um 4:00 Uhr. Liegen beide Teams dann gleichauf, zählt nach der neuen Regel das direkte Duell, also genau diese Partie. Sie kann zur ruhigen Standortbestimmung werden oder zum Endspiel um den Aufstieg, je nachdem, wie der Abend in Dallas ausgeht. Ein Sieg dort könnte den Aufstieg vorzeitig klären, eine Niederlage das Spiel gegen Algerien zum Muss machen. Vor dem Argentinien-Spiel lässt sich das nicht festlegen.
Auch die Platzierung wirkt über die Gruppe hinaus. Als Gruppensieger träfe Österreich im Sechzehntelfinale auf einen Gruppendritten, als Zweiter dagegen auf einen Gruppensieger, der aus dem Umfeld der Gruppe H mit Spanien und Uruguay kommen dürfte. Zwischen diesen beiden Wegen liegt ein spürbarer Unterschied im Schwierigkeitsgrad, und er entscheidet sich womöglich an einzelnen Toren.
Anstoßzeiten und Public Viewing in Wien
Die beiden ausstehenden Partien finden am 22. Juni um 19:00 Uhr gegen Argentinien und am 28. Juni um 4:00 Uhr gegen Algerien statt, jeweils in mitteleuropäischer Zeit. Der ORF überträgt die österreichischen Gruppenspiele. Eine Übersicht der Public-Viewing-Standorte in Wien stellt der ORF online bereit.


